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måndag, oktober 8

Dackefejden (Dacke-Aufstand), der Bauernaufstand im Småland

Der Dackefejden (Dacke-Aufstand) oder auch Dackeupproret erhielt seinen Namen nach seinem Führer, Nils Dacke, und war der bedeutendste Bauernaufstand Schwedens, der sich von Mitte 1542 bis Sommer 1543 erstreckte. Ursache des Aufstands waren die Reformen, die Gustav Vasa im Småland durchführen wollte.

Für die Bevölkerung Smålands war es bereits unverständlich, dass ihnen Gustav Vasa die katholischen Zeremonien verbieten wollte, aber dass er auch die Steuern erhöhte, neue Kirchgesetze vorlegte, den Grenzhandel nach Dänemark verbot und dann auch überall Vogte seines Vertrauens einsetzte um seine Macht zu stärken, so wurde dies geradezu als Kampfansage gegen das Småland empfunden, das während der letzten Jahrhunderte, insbesondere während der Kalmarer Union, eine gewisse Autonomie gewonnen hatte. 

Es war daher nicht verwunderlich, dass Nils Dacke nahezu das gesamte Volk der Region auf seiner Seite hatte. Gegen Mittsommer 1542 kam es dann zu den ersten Kämpfen bei denen die Aufständischen die Truppen von Gustav Vasa in einem Guerillakrieg besiegten und der König damit die Macht über große Teile des Småland, über Öland und das südliche Östergötland verlor. Nur noch Kalmar befand sich unter königlicher Hoheit. Gustav Vasa war zu Verhandlungen gezwungen, die jedoch für beide Seiten zu keinem befriedigenden Ergebnis kamen. Gustav Vasa wartete nur auf die nächste Chance um gegen den Tagesdieb Nils Dacke anzukommen.

Im November kam es daher lediglich zu einem vorübergehenden Waffenstillstand während dem Nils Dacke von der Burg Kronoberg aus versuchte die Bevölkerung zu einigen und leitete Verhandlungen mit den Ländern ein, die Gustav Vasa als König beseitigen wollten. Auch wenn Dacke eine Unterstützung zugesagt wurde, so erstreckte sich diese nicht auf einen militärischen Beistand, denn selbst der Nachbar Dänemark wollte erst einmal abwarten wie sich der Aufstand entwickelte.

Gustav Vasa hatte diese Zeit jedoch genutzt um seine Truppen auszubauen und einen Kriegszug gegen das unausgebildete Heer Nils Dackes vorzubereiten. Bereits im Frühjahr 1543 kam es dann zu weiteren Kämpfen als Gustav Vasas Truppen unter der Führung von Gustaf Olsson Richtung Süden zogen. Der erste Kampf dauerte nicht sehr lange, da dieses Mal Gustav Vasa im Vorteil war, weil er nicht durch die Wälder kam, sondern einen Umweg über das Eis bei Virserum machte. Nils Dacke konnte daher nicht zum Guerillakrieg greifen und musste gegen ein gut bewaffnetes Heer auf freier Fläche kämpfen. Trotz der zahlenmäßigen Übermacht musste Dacke zurückweichen und wurde verletzt.

Die Kämpfe setzten dann jedoch noch bis Juli 1543 fort und endeten damit, dass Nils Dacke an der Grenze zu Blekinge erschossen wurde. Um jeden zukünftigen Aufstand im Keime zu ersticken, wurde Nils Dacke geköpft und sein gepfählter Kopf am Galgenhügel aufgestellt. Zusätzlich wurde der Sohn des Anführers ins Gefängnis geworfen wo er wenig später starb. Dass der Kampf letztendlich verloren wurde, lag jedoch nicht nur an den besseren Waffen Gustav Vasas, sondern auch daran, dass das Heer Nils Dackes aus Bauern bestand unter denen viele im Frühjahr zurück zu ihren Feldern mussten wenn die Familie nicht verhungern sollte, so dass den königlichen Truppen bereits im Juli nur noch ein stark reduziertes Bauernheer gegenüberstand.

Nach dem Sieg Gustav Vasas mussten die Bauern im Småland eine extrem hohe Strafe zu den neuen Steuern zahlen, alle bekannten Aufrührer wurden des Landes verwiesen und mussten in Finnland Zuflucht suchen, die einzelnen Führer wurden hingerichtet und das gesamte Geschlecht von Nils Dacke wurde ausgerottet, wobei Gustav Vasa auch das Dorf in dem Nils Dacke zu Hause war dem Erdboden gleich machen ließ.

Für das Småland endete der Dackefejden mit einer Katastrophe, denn das Land benötigte Jahrzehnte um sich wirtschaftlich wieder zu erholen und die von Gustav Vasa eingesetzten Vogte ließen es der Bevölkerung noch viele Jahre spüren, dass man sich nicht gegen den König auflehnt indem sie das Plündern der Höfe als Tagesbeschäftigung betrachteten.

Für Gustav Vasa wiederum war dieser Sieg gegen Nils Dacke die Chance seine Macht in voller Höhe auszubauen ohne mit weiterem Widerstand im Land rechnen zu müssen. Es war ihm nun ein leichtes die Zentralmacht ganz nach Stockholm zu verlegen und das Erbrecht der Königsmacht durchzusetzen. Der Dacke-Aufstand konnte auf diese Weise die gesamt Zukunft Schwedens entscheiden und reicht mit dem Erbrecht der Königsmacht selbst bis heute.

Copyright: Herbert Kårlin

söndag, oktober 7

Die Burg Kronoberg bei Växjö in der schwedischen Geschichte

Die Burg Kronoberg wurde im 14. Jahrhundert als Bischofssitz gebaut und bildete das Zentrum der katholischen Bischöfe in Schweden. Auch wenn man heute dort keine Bauten mehr aus dieser Zeit findet, so kann man davon ausgehen, dass es sich damals nicht um eine Burg oder eine Festung als solches handelte, sondern um ein Gut, das auch weitaus weniger Platz einnahm als die heutige Schlossruine.

Erst hundert Jahre später begann Bischof Lars das ursprüngliche Holzgebäude durch ein Steingebäude zu ersetzen, das auch der Verteidigung diente, zumal sich das Gebäude bei Växjö zu einem Machtzentrum der Region entwickelt hatte, das nicht nur die geistige Erziehung im Auge hatte, sondern auch eine wirtschaftliche Macht bildete. Die Burg Kronoberg war, auch wenn sie von Wasser umgeben war, ein häufiges Angriffsziel, da die Bischöfe die gesamte Umgebung in ihre Gewalt gebracht hatten und selbst die Könige es nicht wagten dieser Dominanz Einhalt zu gebieten. Aus diesem Grund hatte Magnus Eriksson auch Växjö die Stadtrechte verliehen, obwohl die Größe des Ortes den Anforderungen nicht gerecht wurde.

Das zweite Problem war, dass sich die Dänen bei ihren Invasionen in Schweden wenig darum kümmerten, ob Kronoberg vom schwedischen König oder einem katholischen Bischof beherrscht wurde. Die Burg Kronoberg wurde daher, vor allem im 15. Jahrhundert, im Vormachtkampf innerhalb der Kalmarer Union immer wieder zum Austragungsort von Kämpfen. 1469 gelang es den Dänen auch die Kronoberg zu erobern und dem Erdboden gleich zu machen. Als die Burg dann unmittelbar wieder aufgebaut wurde, war sie eine stabile Befestigung geworden, die kaum einzunehmen war.

Mit dem Reichstag in Västerås (Västerås recess) im Jahre 1527 war das Schicksal der katholischen Bischöfe besiegelt und Gustav Vasa beschlagnahmte Kronoberg. Unter Gustav Vasa nahm das Gebäude dann großenteils den Aspekt an, den man heute den Ruinen entnehmen kann,  denn der König fügte vier runden Ecktürme hinzu und schuf mit den Seitenflügeln und dem Burggarten eine typische Vasaburg, die dann die Bezeichnung Schloss Kronoberg erhielt.

Im Herbst 1542 nahm Nils Dacke während der sogenannten Dackefejden, einem Bauernaufstand, Kronoberg ein und wollte von hier aus das Småland gegen Gustav Vasa verteidigen. Gustav Vasa konnte die Burg jedoch zurückerobern und den Aufstand niederschlagen. Um zu verhindern, dass der nächste Aufständische Kronoberg einnehmen konnte, ließ er das Gebäude von den Fachkräften des Landes auf die modernste Weise befestigen. Allerdings dauerten die Arbeiten bis Ende des 16. Jahrhunderts, da die Könige Schwedens wenig Unterstützung in der Region fanden und die zwangsweise eingezogenen Arbeiter kaum ein Interesse daran zeigten die Befestigung des Schlosses fertig zu stellen.

Die letzten bedeutenden Kämpfe am Schloss Kronoberg fanden dann im Jahre 1612 während des Kalmarkrieges statt, ohne dass die Dänen die Festung jedoch einnehmen konnten. Allerdings gelang es ihnen sehr große Schäden anzurichten, die anschließend wieder repariert wurden. Die Festung wurde dann noch bis zum Frieden von Roskilde im Jahre 1658 unterhalten, aber als dann Ende des 17. Jahrhunderts unter Karl XI. auch noch ein Brand auf der Kronoberg ausbrach, wurde das gesamt Gebäude seinem Schicksal überlassen, zumal die Verteidigung der Gegend uninteressant geworden war und die Burg nun mitten in Schweden stand. Einige der Steine der Burg kann man in den ältesten Gebäuden Växjös wiederfinden, die dort billiges Baumaterial fanden.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, september 21

Die Pelarne Kirche bei Vimmerby, Småland

Es gibt in ganz Schweden nur noch sehr wenige Holzkirchen aus dem Mittelalter, da zum einen eine königliche Verordnung von 1176 vorschrieb, dass Kirchen nur noch aus Stein gebaut werden dürfen und zum anderen im 18. Jahrhundert die meisten noch vorhandenen Holzkirchen abgerissen wurden, da sie nicht mehr den Idealen entsprachen und für die Gemeinden als Zeichen der Armut galten.

Die Pelarne Kyrka (Kirche in Pelarne), die etwa zehn Kilometer von Vimmerby im Småland entfernt ist, gehört damit zu den wenigen Zeugen des Kirchenbaus aus dem Mittelalter, da alle wichtigen Elemente im Inneren des Gebäudes und hinsichtlich der Architektur bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden können, auch wenn man allgemein annimmt, dass die Pelarne Kyrka weitaus älter ist. Untersuchungen der Baumasse konnten jedoch bisher keine klare Antwort über das Alter der Kirche geben.

Die Kirche in Pelarne ist die einzige Holzkirche, die im Kalmar Län erhalten ist, gilt als die am besten erhaltene historische Holzkirche des Landes und ist gleichzeitig die einzige unter diesen Kirchen, die noch heute regelmäßig benutzt wird, auch wenn sie mittlerweile nur noch dann besucht werden kann, wenn ein Wächter vorhanden ist, da in den letzten Jahren mehrmals versucht wurde die Kirche in Brand zu stecken.

Da nahezu jede Holzkirche in Schweden im Mittelalter anders aussah, kann auch die Pelarne Kyrka vom Äußeren her nicht als „typisch“ für diese Zeit betrachtet werden, aber sie gibt einen Eindruck wie man im Mittelalter im allgemeinen Kirchen baute, wobei in Pelarne auch noch ein Teil der Wandmalereien des Mittelalters erhalten sind, die in ähnlicher Art in jeder Holzkirche dieser Epoche von großer Bedeutung waren.

Natürlich erfuhr auch die Kirche in Pelarne im Laufe der Jahrhunderte einige Veränderungen, denn das Waffenhaus und die Sakristei kamen später hinzu, ebenso die Kanzel und der separate Glockenturm, denn beides kam in mittelalterlichen Kirchen Schwedens normalerweise nicht vor. Bei Renovierungsarbeiten wurden auch die Fenster vergrößert, die in mittelalterlichen Kirchen so klein waren, dass sie oft kaum Licht in den Innenraum ließen. Die bedeutendste Veränderung war jedoch das Verkleiden der Kirche mit Holzschindeln, denn das ursprüngliche Gebäude war lediglich mit liegendem Kiefernholz gebaut und wirkte dadurch natürlich weitaus rustikaler als die heutige Kirche, auch wenn dadurch die Struktur des Gebäudes nicht verändert wurde.

Copyright: Herbert Kårlin

måndag, september 3

Die Verteidigungskirche in Halltorp

Ab Ende des 12. Jahrhunderts entstanden an der Küste Ölands und entlang der Ostküste des Smålands Steinkirchen besonderer Art, da es sich dabei um Bauten handelte, die nicht nur die Gläubigen anziehen sollten, sondern auch bei der Verteidigung des Landes gegen die meist dänischen Invasoren dienen sollten. Eine dieser Kirchen ist die Halltorps Kirche (Halltorps Kyrka) in der Nähe von Kalmar.

Die Verteidigungskirche in Halltorp wurde Ende des 12. Jahrhunderts gebaut und hatte ursprünglich vier Etagen, wobei der Kirchenraum im ersten Stock war und die oberste Etage mit Schießscharten versehen war von wo aus der Feind bei einem Überfall abgewehrt werden sollte. Die Kirche in Halltorp war jene, die am allernächsten der dänischen Grenze lag und war daher auch jene, die am meisten bedroht war. Über Kämpfe, die hier stattfanden, liegen leider keinerlei Dokumente vor.

Unbekannt ist, warum die Halltorp Kirche dann bereits im 15. Jahrhundert umgebaut wurde und dabei den Burgcharakter verlor, da die Gefahr aus Dänemark nicht verschwunden war. Trotz dem Umbau kann man noch heute an der strategischen Lage und an den Mauern des Gebäudes den ursprünglichen Zweck deutlich erkennen. Der ursprüngliche Baustil ist auch noch am südlichen Eingang, den Mauern in der Kelleretage und in Teilen des Erdgeschosses zu finden.

Auch wenn die Kirche in Halltorp noch heute in vielen Punkten einer Burg ähnelt, so darf man jedoch nicht vergessen, dass mehrere Anbauten erst aus dem 18. und dem 19. Jahrhundert kommen, der Bau daher vorher noch weitaus kompakter wirkte. Auch der separate Glockenturm stammt erst von 1725, was auch logisch ist, da mittelalterliche Kirchen in Schweden über keine Glockentürme verfügten, sondern die Türme überwiegend der Überwachung von Bränden dienten oder von ihnen aus die Ankunft eines Feindes rechtzeitig entdeckt werden sollte.

Der älteste erhaltene Teil innerhalb der Kirche ist das Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, das die typischen Züge des Mittelalters trägt und, nachdem es eine Zeit lang als Trinkbecken für landwirtschaftliche Tiere und dann als Gartentisch diente, seinen Weg zurück in die Kirche fand.

Die Maße der Kirche, die aus Sandstein erbaut wurde, waren sehr großzügig bemessen, da sie im Ernstfall nicht nur die Soldaten und die Bewohner der umliegenden Häuser beherbergen musste, sondern dort auch Wertgegenstände gelagert werden sollten und selbst Tiere der Landwirtschaft unterkommen mussten.


Copyright: Herbert Kårlin
 

tisdag, augusti 21

Eksjö, die Stadt aus dem schwedischen Mittelalter

Bis heute weiß man, mangels Ausgrabungen, nicht wann Eksjö im Småland erstmals besiedelt wurde. Sicher ist jedoch, dass sich hier bereits im 14. Jahrhundert, also im Mittelalter, ein Thingplatz befand und Eksjö daher eine gewisse Bedeutung hatte. Die tatsächliche Geschichte der Stadt fängt dann jedoch erst mit Erich von Pommern (Erik av Pommern) an, der Eksjö gegen 1403 die Stadtrechte verlieh.

Die Bedeutung des „alten“ Eksjö, das etwa 500 Meter südwestlich des heutigen Stadtkerns lag, erklärt sich daraus, dass hier die Hauptstrecke zwischen den Bischofssitzen Linköping, Växjö und Kalmar entlangführte und von drei Seiten durch Wasser gegen Angriffe geschützt war. Leider half dies während des nordischen Siebenjährigen Krieges sehr wenig und 1568 wurde Ekesiö, wie der Ort damals hieß, in Brand gelegt und vollständig zerstört.

Erik XIV. (Erich XIV.), wollte die Stadt unmittelbar wieder aufbauen und beauftragte daher Arendt de Roy, den Baumeister von Vadstena, unmittelbar nach Eksjö aufzubrechen, die Schäden zu untersuchen und eine neue Stadt aufzubauen. Allerdings wurde Erik noch im gleichen Jahr vom Thron vertrieben, so dass Johan III. dann für den Neubau Eksjös verantwortlich wurde. Dieser legte auch den neuen Standort der Stadt fest.

Das neu erbaute Eksjö entwickelte sich dann weniger zu einer Handelsstadt, sondern einem Ort des Handwerks wo im 17. Jahrhundert nahezu jedes existierende Handwerk Schwedens zu finden war. Ein Jahrhundert später kamen auch die Tabakplantagen hinzu und das Militär wählte Eksjö zu einem seiner Zentren.

Die geschichtliche Besonderheit Eksjös ist, dass noch heute 65 Prozent aller Gebäude der Innenstadt vor 1900 erbaut wurden und der nördliche Stadtteil sogar den gleichen Charakter behielt, den die Stadt während des Neubaus ab 1580 bekam. Eksjö gehört daher zu einer der wenigen Holzstädte Schwedens in denen man außer dem mittelalterlichen Charakter auch 400 Jahre schwedische Baugeschichte entdecken kann. Viele der alten Gebäude tragen selbst noch die Namen der Gewerbe, die in ihnen ausgeübt wurden. Eine ähnliche Struktur findet man in ganz Schweden nur noch in Hjo und in Nora, wobei jedoch die ältesten Gebäude in Eksjö zu finden sind. Insgesamt zählt man in der Altstadt Eksjös 56 Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen und einen besonderen kulturhistorischen Wert darstellen.

Leider wurde in Eksjö im Jahre 1887 die mittelalterliche Kirche abgerissen und durch eine neue ersetzt. Aus welchen Gründen auch immer wurden in den folgenden Jahrzehnten jedoch immer mehr Elemente der alten Kirche im Inneren der neuen Kirche verwendet, so dass man den wahren Schatz der mittelalterlichen Kirchenkunst heute nur noch im Inneren des sakralen Gebäudes finden kann.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, augusti 3

Elin aus Horsnäs wird als Hexe verurteilt

Während der Hexenmeister Eric Clauesson bereits 1492 hingerichtet wurde und Lasses Birgitta auf Öland 1550, so setzten die Hexenprozesse und Hexenverfolgungen im Småland erst zu Ende des 16. Jahrhunderts ein, als zwischen 1588 und 1638 der Henker Håkan in Jönköping aktiv war, einer der ersten Henker, der als Spezialist bei der Erkennung von Hexenmeister und Hexen galt, da er in Deutschland und Dänemark sämtliche Methoden der Tortur, der Hexenproben und der Kennzeichen von Hexen gelernt hatte.

Wie viele Frauen und Männer unter Håkan starben, ist ungewiss, wobei in mehreren Fällen zwar die Namen der Verurteilten überliefert wurden, aber nur einer seiner Fälle wirklich an Bedeutung gewann, nämlich die Verurteilung von Elin in Horsnäs, einer Frau, die beim ersten Prozess freigesprochen wurde, jedoch später erneut vor Gericht stand und zum Tod verurteilt wurde.

Elin wurde erstmals 1599 oder 1601, gemeinsam mit zwei anderen, jedoch unbekannten Frauen als Hexe vor Gericht gestellt, da man sie anklagte ihren Mann durch Hexerei ermordet zu haben. Håkan griff in diesem Fall zur Wasserprobe, d.h. die drei Frauen wurden an Händen und Füssen gefesselt und dann ins Wasser geworfen. Schwammen sie, sie waren sie schuldig, gingen sie unter, so waren sie unschuldig. Der Ausgang der Prüfung hing daher von der Geschicklichkeit und der Intention des Henkers oder Vollstreckers ab.

Als Elin ins Wasser geworfen wurde, ging sie unmittelbar unter, was bedeutete, dass sie keine Hexe war und frei kam, im Gegensatz zu den anderen beiden Frauen. Unmittelbar wurde jedoch darüber spekuliert, ob Håkan nicht von Elin bestochen war und er sie so vorbereitete, dass sie untergehen musste. Als sich beim zweiten Prozess die Idee verhärtete, dass Håkan Elin nackt gesehen haben musste, war die Vermutung nahe, dass die mutmaßliche Hexe Håkan mit Sex bezahlt hatte.

Aber auch, wenn Elin offiziell frei gesprochen wurde und nach Hause gehen konnte, so behielt sie in Horsnäs den Ruf einer Hexe und beim Gericht gingen ständig neue Klagen über ihre Untaten ein. Sie hatte beim Verlobten ihrer Schwester Liebesgetränke benutzt, ihr Sohn hatte sie als Rabe fliegen sehen, sie hatte durch Zauberei Morde begangen, Höfe verzaubert und vieles mehr wurde ihr zur Last gelegt. Die Anzahl der Klagen und die zahlreichen Zeugen erzwangen daher einen zweiten Prozess gegen Elin.

Elin versicherte erneut ihre Unschuld, aber da Håkan vom Vogt Per Olsson unter Druck gesetzt wurde, wollte er ihre Schuld auf jeden Fall beweisen. Noch bevor Håkan daher zur Wasserprobe griff, erklärte er, dass Elin des Hexenzeichen trage, also ein Muttermal habe, das von der Form her ein Zeichen Satans wäre. Die Frauen, die Elin untersuchten, entdeckten zwischen den Schultern tatsächlich ein Hexenzeichen, eine Marke, die sie noch nie zuvor gesehen hatten und die wie ein Tierfuß des Teufels aussah und an einer ungewöhnlichen Stelle saß. Erst anschließend kam es zur Wasserprobe, die Elin ebenfalls nicht bestand, denn sie schwamm auf der Oberfläche des Wassers, was drei Zeugen bestätigten.

Aber auch dies reichte Håkan in diesem Fall nicht als Beweis, also rasierte er Elin am ganzen Körper, damit sie in ihrer Behaarung keinen Hexenknoten verstecken konnte und sich dadurch weder schützen konnte noch andere, also Håkan, verzaubern konnte. Unter der folgenden Folter, die auch im Småland um diese Zeit sehr selten war, versicherte Elin  weiterhin, dass sie keine Hexe sei, gab aber, völlig ungefragt, zu ihren ersten Mann mit Arsen vergiftet zu haben, also einen Mord begangen zu haben.

Geschichtsforscher nehmen an, dass Elin wusste, dass sie zum Tode verurteilt würde und ohne eine Schuld zu bekennen so lange gefoltert würde bis sie die Hexerei zugeben würde, aber sie wollte der eventuellen Verbrennung auf dem Scheiterhaufen entkommen. Indem sie einen Mord bekannte, so war die Todesstrafe durch das Beil jedoch sicher, also ein relativ schneller Tod. Am 28. September 1611 wurde Elin von Horsnäs daher wegen Mordes zum Tode verurteilt und wenige Tage später hingerichtet. Die sieben Anklagepunkte wegen Hexerei spielten in diesem Moment keine Rolle mehr.

Dieser Hexenprozess ist jedoch nicht nur wegen seinem Verlauf einzigartig in der Geschichte der Hexenprozesse, sondern auch, weil 1615 der Vogt Per Ollson aus Sunnerbo, der sich für die Verurteilung Elins eingesetzt hatte, vor Gericht verantworten musste um den Prozessverlauf um Elin zu rechtfertigen, da dieser von mehreren Seiten als äußerst merkwürdig empfunden wurde. Nur deswegen wurde der Prozess um Elin sehr genau dokumentiert, auch wenn nicht bekannt ist wie die Verhandlung gegen den Vogt ausging. Sicher ist jedoch, dass man an der rechtmäßigen Verurteilung Elins starke Zweifel hatte.

Copyright: Herbert Kårlin

måndag, april 30

Finnveden, ein altes Volksland Schwedens

Während der Zeit der Wikinger und im Mittelalter war Schweden nicht auf die gleiche Weise eingeteilt wie heute, sondern es existierten zahlreiche Folkländer (Volksländer), die anfangs selbständig waren und auch später teilweise eine hohe Autonomie bewahrten. Auf Grund der Grenzsituation zwischen Dänemark und Schweden spielte Finnveden eine besondere Rolle in der Politik des schwedischen Mittelalters.

Finnveden, im westlichen Teil des heutigen Småland, bestand aus den Häraderna (Thingsdistrikten) Sunnerbo, Västbo und Östbo, also den Gebieten südlich, westlich und östlich des Sees Bolmen.

Das Grenzland Finnveden wurde bei jeder Kriegsstreitigkeit zwischen Schweden und Dänemark von Kämpfen heimgesucht und war daher auch permanenten Plünderungen ausgesetzt, obwohl diese Region fast ausschließlich von der Landwirtschaft lebte und kaum eine wirtschaftliche Tätigkeit anzog. Erst als Skåne 1658 schwedisch wurde, begann sich auch Finnveden der allgemeinen Entwicklung Schwedens anzupassen.

Welche Bedeutung das Wort Finnveden hat, ist unter Sprachwissenschaftlern äußerst umstritten, wobei alle drei gegenwärtigen Theorien logisch klingen, aber da der Volksstamm Finnveden bereits im Jahre 551 von Jordanes in „De origine actibusque Getarum“ unter der Bezeichnung „Finnaithe“ genannt wurde, bleibt uns die wahre Bedeutung des Wortes verborgen. Das Wort „Finn“ bezeichnete vermutlich die Jäger und Fischer, die um diese Zeit in Finnveden unterwegs waren oder dort lebten und eine eigenständige Volksgruppe war. „Ed“ dagegen kann ein Weg sein, ein Waldgebiet oder eine völlig andere Bedeutung haben.

Die geschichtlich interessanteste Gegend Finnvedens ist heute das Gebiet bei Replösa, nördlich von Ljungby, wo man zahlreiche historischen Funde machte und, unter anderem, zwei Grabfelder, eine Schiffssetzung und einen Runenstein fand.

Der Runenstein „Replösestenen“ ist ein etwa 1,85 Meter hoher und knapp einen Meter breiter Granitstein mit der Inschrift „Götrad gjorde denna vård efter Åstrad sin fader, den ypperste av de fränder och tegnar som i Finnveden fordom levde“, die etwa gegen das Jahr 1000 entstand und erstmals den Begriff Finnveden verwendet. Es handelt sich dabei um einen einfachen Grabstein, bzw. Erinnerungsstein.

Der zweite relativ interessante Runenstein steht bei Forsheda, bei dem es sich ebenfalls um ein Erinnerungsdenkmal handelt und der an eine Person namens Lifsten erinnern soll, der bei der Schlacht bei Gårdstånga (Mitte des 11. Jahrhunderts) in Skåne getötet und dann in Finnveden beerdigt wurde. Die Inschrift lautet: „rhulf auk oskhil riþu stin þo(nsi) etir lifstin fuþur sin es uarþ | skonu n karþ stokum auk furþu | finhiþi“.

Aus der Zeit Finnvedens stammt auch noch die Burgruine Piksborg aus dem 14. Jahrhundert, die ursprünglich eine Grenzbefestigung war und auf einem natürlichen Hügel im See Bolmen errichtet war.

Copyright: Herbert Kårlin

lördag, april 28

Das Nydala Kloster der Zisterzienser im Småland

Gleichzeitig mit dem Alvastra Kloster gründeten die französischen Zisterzienser am 6. Juni 1143 ein weiteres Kloster, das allerdings, im Gegensatz zu Alvastra, vollkommen den Richtlinien des Ordens der Zisterziensern entsprach. Das Nydala Kloster wurde am Ruskens See weitab von einer Ansiedlung angelegt, wobei bei Ausgrabungen in diesem Gebiet auch keine Spuren einer früheren Ansiedlung gefunden wurden.

Das Nydala Kloster wurde von den Mönchen und Laienbrüdern allerdings nicht Nydala genannt, sondern „Nova Vallis“ (Neues Tal), was vermutlich eine Verbindung zum Mutterkloster in Clairvaux darstellen sollte, das im Lateinischen „Clara Vallis“ (Helles Tal) hieß. Strategisch gesehen wurde das Kloster an einer idealen Stelle gegründet, da dort die beiden Folklanden (Volksländer) Njudung und Finnveden zusammenstießen.

Das Kloster Nydala mit all seinen wachsenden Besitzungen wurde sowohl vom Papst nahen Svärkerska ätten als auch dem Erikska ätten unter Schutz gestellt. Nachdem der Erzbischof von Lund auch noch die Einwohner der Umgebung vor jedem Übergriff auf das Kloster gewarnt hatte, setzte Erik Eriksson die härtesten Maßstäbe hinsichtlich des Klosters an und stützte das Kloster selbst bei Grundstücksansprüchen, die das Kloster vermutlich von den Bauern der Umgebung gestohlen hatte.

Dies war vermutlich auch einer der Gründe, warum das Kloster Nydala weitaus langsamer als Alvastra in Schwung kam, denn die Bewohner der gesamten Umgebung stellten sich gegen das Kloster. Erst als sich rund 100 Jahre nach der Gründung der Bischof Henrik aus Linköping einmischte und Gotland und Öland dazu aufforderte für das Kloster zu spenden, allerdings mit dem Gegenversprechen eines Ablass, begann sich das Kloster Nydala wirklich zu entwickeln.

Im Laufe der 386 Jahre seiner Existenz erhielt Nydala so viele Spenden und Privilegien von privater, kirchlicher und königlicher Seite, dass das Kloster zum größten Grundbesitzer Smålands wurde und nicht weniger als 250 Güter sein Eigentum nannte. Nydala war damit das reichste Kloster der Zinsterzienser und wurde in Schweden nur noch vom Kloster Vadstena überboten, das nahezu viermal so viele Güter besaß als Nydala.

Das Kloster Nydala wurde nur einmal geplündert, als der dänische König Kristian II. von Stockholmer Blutbad im Jahre 1521, auf dem Rückweg nach Dänemark, am Kloster sein Lager aufschlug und sein Heer von den Mönchen ernähren ließ. Kristian II. machte dabei jedoch den Fehler Nydala nicht nur zu plündern und teilweise zu zerstören, sondern ließ auch noch den Abt des Kloster und einige der Mönche im See ertränken. Die Nachricht davon verbreite sich sehr schnell im Småland und da die Bewohner mittlerweile auf Seiten des Klosters standen, befreiten sie dann ohne jede andere Hilfe das Småland von den Dänen.

Drei Jahre später hatte sich das Kloster Nydala von den Schäden erholt und wurde neu eingeweiht. Allerdings musste es im Rahmen der Reformation unter Gustav Vasa im Jahre 1529 dann endgültig geschlossen werden, trotz dem starken Widerstand, den die ländliche Bevölkerung an den Tag legte, da viele unter ihnen mittlerweile indirekt oder direkt vom Kloster lebten.

Während des Nordischen Siebenjahreskriegs im Jahre 1568 wurde das Kloster dann von dänischen Truppen abgebrannt, so das man heute nur noch einige Ruinen des Klosters und der Klosterkirche entdecken kann. Der heutige Nydala herrgård wurde erst gegen 1790 erbaut und gehört der Gemeinde Värnamo. Als am 6. Juni 2008 erneut Zisterziensermönche dort einzogen um den Orden wieder zum Leben zu bringen, so war dies jedoch nur von kurzer Dauer, da die drei Mönche, die dafür vorgesehen waren, nur ein Touristenvisum hatten und der Papst seine Meinung zur Neugründung des Klosters wieder änderte. Värnamo ist jedoch weiterhin in Kontakt mit den Zisterziensern und hofft eines Tages wieder Mönche in der Gemeinde zu sehen.

Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, april 11

Die Tiohärad in der schwedischen Geschichte

Die Tiohärad, die auch Värends genannt werden, gehören zu den zahlreichen Landskapslagen (Landschaftsgesetzen), die während des Mittelalters in Schweden von den Lagmän bei der Rechtssprechung angewandt wurden. Fälschlicherweise spricht man bei dieser Gesetzessammlung bisweilen auch von den Smålandslagen, obwohl die Tiohärad niemals für das Småland angewandt wurden, sondern nur für einige der Länder, die sich später zum Småland entwickelten. Die größte der damaligen Regionen im Småland, in denen die Tiohärad galten, war die Region Värend, die sich wiederum aus fünf kleineren Regionen (Härend) zusammensetzte.

Die Tiohärad wurden vermutlich im 12. Jahrhundert verfasst, wobei allerdings nur der Kyrkobalken, das Kirchengesetz, erhalten ist. Die Tiohärad, die im zentralen und südwestlichen Småland galten (Finnveden mit Sunnerbo Härad, Östbo Härad und Västbo Härad), wurden in unveränderter Form bis Ende des 14. Jahrhunderts angewandt und verloren ihre Bedeutung erst endgültig mit der Abschaffung der Lagmän im Jahre 1849. Die Folkländer (Volksländer) Finnveden, Sunnerbo Härad und Östra Härad umfassten insgesamt zehn kleinere Regionen, sogenannte Härad, was auch den Namen Tiohärad (tio härad, zehn Härads) erklärt.

Wenn man das heutige Småland (små länder, kleine Länder) betrachtet, so war diese Region im Mittelalter dreigeteilt, denn der Nordwesten gehörte zum Västergötland und wurde daher vom Västgötalagen bestimmt und der südwestliche Teil des heutigen Smålands gehörte zu Östergötland mit ebenfalls einer eigenen Gesetzessammlung (Östgötalagen).

Copyright: Herbert Kårlin

måndag, februari 27

Der Aufruhr gegen Gustav Vasa im Västergötland

Mit seinen Bestrebungen die Reformation zügig durchzuziehen, unter anderem durch die Einberufung des Konzils von Örebro, schaffte sich Gustav Vasa in der katholischen Führungsschicht Schwedens zahlreiche Feinde, die aktiv gegen die Lehre Luthers kämpften. Am bedeutendsten wurde hierbei der sogenannte Västgötaherrarnas uppror, der auch als Västgötabullret oder Västgötaupproret (Aufstand im Västergötland) in die Geschichte einging.

Dieser Aufstand gegen Gustav Vasa begann im April 1529 im nördlichen und westlichen Småland, wobei der Reichshofmeister Ture Jönsson und der Bischof Magnus Haraldsson aus Skara sehr schnell die Führung der Aufstands übernahmen und Gustav Vasa absetzen wollten, mit dem Ziel damit auch die Reformation zu stoppen. Durch die Unterstützung wichtiger Persönlichkeiten griff der Aufstand sehr schnell vom Småland aus auch auf das Värmland und das Västergötland über.

Zum 20. April riefen die Führer des Västgötaherrarnas uppror in Larvs (eine andere geschichtliche Quelle spricht vom 25. April in Broddetorp) zu einem gemeinsamen Treffen mit den Vertreter der Bauern und der Kaufleute ein, deren Unterstützung sie benötigten, wenn sie Gustav Vasa zum Sturz bringen wollten. Im Gegensatz zum Dalaupproret gelang ihnen jedoch nicht ein gemeinsames Vorgehen durchzusetzen, denn sowohl Bauern als auch Kaufleute sprachen sich weiterhin für Gustav Vasa aus.

Gustav Vasa, nach seinen Erfahrungen mit dem Dalaupproret, sah natürlich sofort die Gefahr die der Västgötaherrarnas uppror, der Aufstand der Herren des Västgötalands, barg und verhandelte unmittelbar mit allen Schichten des Östergötland, wobei er den Bauernvertretern auch eine gemäßigte Reformation zusagte, was dazu führte, dass diese sich mit den Vertretern der Bauern in Västergötland in Verbindung setzten und sie gegen eine Unterstützung des Aufstands der kirchlichen Herren brachten.

Als Ture Jönsson und Magnus Haraldsson klar wurde, dass der Aufstand scheiterte, flohen sie unmittelbar nach Dänemark und suchten Zuflucht beim dänischen König Kristian II. und Gustav Vasa war in seiner Macht und dem Reformationsbestreben gestärkt. Während des Reichstags im Juni 1529 in Strängnäs wurden dann die drei am Aufstand beteiligten Reichsräte Måns Bryntesson Lilliehöök, Nils Olofsson und Ture Eriksson vor Gericht gestellt. Da die ersten beiden dem König einen neuen Treueeid verweigerten, wurden sie zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Aufständischen im Västergötland bereuten den Aufstand und leisteten einen neuen Treueeid und jene im Småland, die den Aufstand angezettelt hatten, wurden begnadigt, was von Gustav Vasa ein strategischer Schachzug war, da ihm dadurch das Småland stärker verbunden war als vor dem Aufstand. Auf Grund der schnellen Reaktion von Gustav Vasa war der Västgötaherrarnas uppror bereits nach vier Wochen endgültig beendet.

Copyright: Herbert Kårlin