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söndag, juli 15

Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten

Håkan Magnusson wurde 1340 als Sohn von Magnus Eriksson und Blanka von Namur geboren und regierte von 1355 bis zu seinem Tod im Jahre 1380 über Norwegen. Den schwedischen Thron konnte er erst 1362 besteigen, nachdem er seinen Vater Magnus Eriksson gefangen genommen hatte. Allerdings war seine Zeit als schwedischer König nie stabil und schon zwei Jahre nach der Krönung musste er die schwedische Krone an Albrecht von Mecklenburg (Albrekt av Mecklenburg) abgeben.

Während Håkan Magnusson in Norwegen als kluger König galt, war seine Situation in Schweden äußerst schwach, da er bereits zu Beginn seinem Vater den Thron entreißen wollte, der vorher als sein Vormund auch in Norwegen regiert hatte, und sich dadurch sehr viele mächtige Feinde gemacht hatte, die ihm auch die Gefangennahme des Vaters sehr übel nahmen.

Im Jahre 1363 riefen daher der Reichsrat Bo Jonsson Grip, gemeinsam mit dem Sohn der Heiligen Birgitta, Karl Ulfsson, zum Widerstand gegen den König auf. Als Håkan Magnusson die beiden Aufrührer dann des Landes verwies, so suchten diese bei Albrecht von Mecklenburg Unterstützung, der sich nicht lange darum bitten ließ, da er hierbei die Chance sah den schwedischen Thron selbst an sich reißen zu können.

Als Albrecht von Mecklenburg 1364 Stockholm eingenommen hatte, hatte Schweden jedoch plötzlich drei Könige, denn Magnus Eriksson regierte in Teilen Västergötlands, Håkan trat nicht zurück und Albrekt wurde nur sehr bedingt anerkannt, da der Adel einen einheimischen König wollte, vorzugsweise Magnus Eriksson. Es folgten daher nahezu acht Jahre an Bürgerkrieg, den Albrecht von Mecklenburg jedoch 1371 gewann, jedoch nur unter der Bedingung, dass die Regierungsgeschäfte weiterhin von Bo Jonsson Grip geführt wurden.

Auch das Verhältnis von Håkan Magnusson zu Dänemark war zeitweise sehr angespannt, denn noch während der Verlobung mit Margareta Valdemarsdotter, der Tochter des dänischen Königs Valdemar Atterdag, hatte der Däne Skåne in sein Reich einverleibt und Gotland erobert. Håkan wollte sich daraufhin durch eine Ehe mit Elisabet von Holstein einen deutschen Verbündeten schaffen, was jedoch bereits daran scheiterte, dass das Schiff Elisabets an der dänischen Küste anlegte und die zukünftige Königin von Atterdag gefangen genommen wurde. Håkan Magnusson machte daraufhin eine Kehrtwende und brach die Ehe mit Elisabet und heiratete, trotz der bestehenden Probleme, Atterdags Tochter Margareta.

Die Zukunft Schwedens entschied sich, trotz der weiter anhaltenden Kämpfe, bereits im Jahre 1365 bei der Schlacht am Gataskogen (Slaget vid Gataskogen), als Magnus Eriksson und Håkan Magnusson gemeinsam gegen das Heer von Albrekt av Mecklenburg kämpften. Magnus Eriksson wurde bei dieser Schlacht endgültig entmachtet, während Håkan Magnusson einen Teil des Västergötlands behalten konnte, das eng mit dem norwegischen Reich verbunden war, wo Håkan nach wie vor König war. Die schwedische Krone als solches war für ihn jedoch endgültig verloren.

Håkan Magnusson hatte mit Margarete Valdemarsdotter nur einen Sohn, Olof, der 1376 König von Dänemark und 1380 der König von Norwegen wurde. Olof wollte die schwedische Krone zurückerobern, starb jedoch als letzter König des Folkungaätten bereits im Jahre 1387 im Falsterbohus, so dass dieser Wunsch nicht mehr in Erfüllung ging.

Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, mars 27

Die drei Kronen in der schwedischen Geschichte

Die drei goldenen Kronen auf blauem Grund sind heute allgemein als das Symbol Schwedens zu betrachten, wobei die Abbildung seit 1982 auch geschützt ist und nicht mehr ohne Genehmigung verwendet werden darf, auch nicht von schwedischen oder ausländischen Firmen.

Während das Symbol der drei Kronen mit Sicherheit von Beginn an die Königswürde ausdrückte, so ist jedoch ihre geschichtliche Anwendung im Reichswappen nicht ganz eindeutig geklärt. Es ist jedoch anzunehmen, dass sie das erste Mal in der schwedischen Geschichte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts von Magnus Ladulås verwendet wurden, da man in seinem Sigel, außer dem Löwen des Folkungaätten, erstmals auch die drei Kronen finden kann. Da es sich hierbei jedoch um ein königliches Sigel und kein Wappen handelt, sind sich die Geschichtswissenschaftler nicht einig darüber, ob diese drei Kronen auch symbolisch der Ursprung der heutigen drei Kronen sind.

Eindeutig wird die Anwendung der drei Kronen als Symbol Schwedens dann jedoch gegen 1330 unter Magnus Eriksson, da man in einem Fries im Papstpalast in Avignon das schwedische Drei-Kronen-Wappen unter den Teilnehmern eines Kreuzzuges finden kann. In der gleichen Epoche wurden auch schwedische Münzen mit den drei Kronen geprägt, was wiederum auf Magnus Ladulås zurückzuführen sein kann.

Unter Magnus Ladulås führt die Bedeutung der drei Kronen noch auf eine Legende zurück, die zwar plausibel klingt, aber von vielen Geschichtswissenschaftler als unwahrscheinlich betrachtet wird. Unter Magnus Eriksson findet man dann eine andere Deutung, auch wenn diese ebenfalls nur Spekulation ist. Magnus Eriksson war gegen 1330 König von Schweden, Norwegen und dem damals dänischen Skåne, also von drei Königsreichen, die dann durch drei Kronen repräsentiert wurden.

Da die drei goldenen Kronen in der Hochzeit des Katholizismus erstmals verwendet wurden, gibt es natürlich noch zahlreiche andere Erklärungen, die insbesondere mit dem Großmachtdenken Schwedens in Einklang gebracht werden kann, denn die drei goldenen Kronen wurden auch sehr häufig mit der Dreifaltigkeit oder auch den heiligen drei Königen in Verbindung gebracht, was Schweden zu einem ausgewählten Lande emporhob.

Als nach Magnus Erikssson dann Albrecht von Mecklenburg in Schweden an die Macht kam, so übernahm dieser die drei Kronen erneut in sein Sigel, wobei er sie dieses Mal auf ein Schild setzte und damit eine Vorlage für das kleine schwedische Reichswappen bot. Man kann daher sagen, dass Albrecht von Mecklenburg der erste König war, das die drei goldenen Kronen dann offen zum Symbol der schwedischen Königsmacht machte.

Als die dänischen Könige nach Auflösung der Kalmarer Union unter Gustav Vasa die drei Kronen in ihrem Wappen behielten, so wurde dies zu einer der bedeutendsten Zwiste zwischen Dänemark und Schweden und führte letztendlich selbst zum zum nordischen Siebenjahreskrieg im Jahre 1563. Noch heute führt Dänemark in seinem Reichswappen die drei Kronen, was von der schwedischen und der dänischen Geschichtsschreibung sehr unterschiedlich bewertet wird.

Copyright: Herbert Kårlin