Visar inlägg med etikett Archäologie. Visa alla inlägg
Visar inlägg med etikett Archäologie. Visa alla inlägg

torsdag, juni 7

Das Mammut in der schwedischen Geschichte

Auf Grund der Eiszeit, vor allem dem Druck des Eises und der Bewegung der Gletscher, und der geringen Funde kann man heute nicht mehr sagen wann die ersten Mammuts (Mammuthus primigenius) in Schweden gelebt haben und in welchen Regionen des Landes die Tiere vorkamen. Sicher ist jedoch, dass das Mammut während der Eiszeit und zu Beginn des Paläolithikum (ältere Steinzeit) in größeren Teilen Schweden vorkam.

Untersuchungen des jüngsten Fundes von Stoßzähnen bei Lockarp in Skåne beweisen, dass dieses Tiere etwa 11.000 Jahre vor Christus in Schweden lebte, also zu einer Zeit als bereits die ersten Jäger in Südschweden unterwegs waren, die vermutlich die Tiere auch jagten. Die ältesten Tiere, die man bisher nachweisen konnte, lebten bereits vor rund 30.000 Jahren im Land, einer Epoche, als nahezu ganz Schweden von Eis bedeckt war.

Das Wollhaarmammut, auch sibirisches Mammut genannt, lebte gewöhnlich an der Grenze zwischen Tundra und Eis, was jedoch die Lokalisierung der Tiere im urzeitlichen Schweden etwas erschwert und manche Fragen mit sich bringt, da man unter den rund 30 Fundstellen des Landes auch Zähne und Knochen der Tiere im Jämtland fand, die Eismassen aber alles, was sich auf ihrem Weg befand, mit den Gletschern Richtung Süden bewegte. Da Mammuts sich von Pflanzen ernährten, so bedeutet dies auch, dass nicht ganz Schweden durchgehend von Eis bedeckt sein konnte.

Auch wenn die Funde von Zähnen, Stoßzähnen und Skelettteilen von Mammuts relativ gering sind und neue Funde wegen dem Einsatz von Maschinen beim Straßenbau nahezu ausgeschlossen sind, so folgen diese Funde aus den 30er und 40er Jahren einem gewissen Muster. Die meisten Funde konnte man im Südwesten Schwedens und in Lappland machen. Durch Altersbestimmungen der Zähne und Skelette kann man heute die Bewegungen des Eises oder auch Erwärmungen des Landes während der Eiszeit nachweisen, ein Forschungsgebiet mit dem sich gegenwärtig die Universität in Lund beschäftigt.

Den bedeutendsten Fund konnte man 1944 bei Pilgrimstad im Jämtland machen, wo man, außer Zähnen eines Mammuts, auch neun Skelettteile fand. Die Mammuts in Jämtland, oder nördlicher, lebten dort bereits mehrere Tausend Jahre bevor die ersten Menschen in die Gegen kamen, und fanden ausreichend Nahrung um zu überleben. Die Frage bleibt jedoch, ob sie dann wegen Kälteeinbrüchen starben oder aber rechtzeitig einen Zugang zur nahezu eisfreien Küste im Süden oder Südosten hatten.

Bei den acht Funden von Mammutzähnen, Stoßzähnen und Oberschenkeln in Skåne sind sich die Forscher sicher, dass die Tiere weiter im Norden lebten und durch die Bewegung der Gletscher an die Fundstellen gebracht wurden. Da das älteste der entdeckten Tiere vor rund 30.000 Jahren lebte, kann man davon ausgehen, dass zu dieser Zeit ein ganzer Teil Südschwedens eisfrei war und, theoretisch, um diese Zeit bereits andere Tiere in Südschweden gelebt haben. Dass bereits während der Eiszeit Menschen nach Schweden kamen ist jedoch kaum wahrscheinlich, da selbst in Deutschland die ältesten menschlichen Knochen des Homo sapiens nicht älter als 14.000 Jahr alt sind.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, mars 9

Die schwedischen Langhäuser der Bronzezeit

Während man relativ wenig über die gesellschaftlichen Schichten der Bronzezeit weiß, über ihre Reisen oder auch über ihre Methoden der Landwirtschaft, so bieten die Reste einiger Langhäuser dieser Epoche dennoch einige nützliche Informationen über die Lebensweise der Menschen der Bronzezeit.

Langhäuser (Långhus) waren in Schweden bereits während der Steinzeit die häufigste Wohnform, auch wenn sich die Häuser der Steinzeit in mehreren Punkten von jenen der Bronzezeit unterschieden und vor allem zu Beginn der Bronzezeit (1500 - 1300 vor Christus) beachtliche Ausmaße annehmen konnten.

Auch wenn man bisher nicht sehr viele Langhäuser der Bronzezeit fand, so nimmt an, dass die Größe des Hauses auch die Macht und den Einfluss seines Besitzers ausdrückte. Die Mehrheit der Langhäuser waren zwischen 10 und 30 Meter lang, wobei man jedoch bei Fjälkinge in Skåne Spuren eines Gebäudes von 60 Meter Länge gefunden hat. Allerdings muss man dabei jedoch bedenken, dass in diesen Häusern nicht nur die Besitzer wohnten, sondern auch sämtliche Diener, Sklaven und die für die Landwirtschaft nötigen Tiere und Haustiere wie Hunde. Ein gewisser Teil des Hauses war selbst als Lager und Werkstatt vorgesehen.

Über die tatsächliche Bauweise der Långhus (Langhäuser) der Bronzezeit weiß man relativ wenig, auch wenn sie vermutlich jenem im Hembygdspark in Boarp auf der Hallandsåsen ähnelte, einem Gebäude, das etwa 800 vor Christus erbaut wurde und für touristische  Zwecke im Jahre 2006 wieder aufgebaut wurde.

Bei der Rekonstruktion einiger Langhäuser konnte man sich auf Fundstücke, Löcher für die tragenden Holzpfähle und auf andere kleinere Fundstücke  berufen. Vermutlich waren die Wände aus geflochtenen Zweigen geschaffen und das Dach mit Lehm verschmiert, was zwar in seiner Gesamtheit einen gewissen Schutz gegen die Witterung bot, jedoch, trotz der Feuerstelle, die für jedes Langhaus typisch war, kaum gegen die winterliche Kälte schützte.

Erstaunlich bei mehreren der Langhäusern der schwedischen Bronzezeit sind Funde unter jeweils einem der tragenden Holzpfeilern, wobei man annimmt, dass die dort eingegrabenen Gegenstände als Schutzsymbole zu sehen sind, die dem Eigentümer Glück bringen sollten, oder auch das Haus nur gegen den Blitzeinschlag schützen sollte. Meist handelte es sich bei diesen Gegenständen um Werkzeug unterschiedlicher Art.

Gegen Ende der Bronzezeit waren die Langhäuser dann weitaus kleiner als zu Beginn der Bronzezeit und in mehrere Teile aufgeteilt, so dass Menschen, Tiere und Lagerhaltung getrennt waren, was man auch als Übergang zu einer moderneren Lebensweise betrachten kann.

In der Nähe dieser Wohnhäuser wurden während der Bronzezeit teilweise kleiner Häuser gefunden, die als Gräber dienten. Auch über diese rund 60 in Schweden gefundenen Grabhäuser weiß man nur sehr wenig, obwohl sie mit Sicherheit einen Zusammenhang mit dem Götterkult und der Bedeutung des Toten hatten.

Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, februari 8

Steinsetzungen in Schweden

Zwischen der jüngeren Bronzezeit (ab 1000 vor Christus) bis zur jüngeren Eisenzeit, also der Epoche der Wikinger, waren Steinsetzungen die üblichste Grabart in Schweden, das heißt dass der Tote (oder seine Asche) mit Steinen bedeckt wurde. Meist wurde ein kleiner kreisrunder und mehrschichtiger Steinbau als Grab geschaffen.

Die Steinsetzung unterscheidet sich von den Grabhügeln vor allem dadurch, dass sie keine Spitze hatten, sondern relativ flach waren. Oft wurden Steingräber zusätzlich mit Erde oder Sand bedeckt, was dazu führte, dass sie sich alle früher oder später der Natur anpassten und mit Gras, Büschen und Bäumen überwuchsen. Dies ist auch einer der Gründe, warum sie sehr schwer zu entdecken sind, da Wurzeln und Tiere natürlich auch den typischen Grabbau veränderten. Viele Steinsetzungen sind heute kaum noch von einer Steinansammlung zu unterscheiden, die Landwirte beim Roden ihrer Grundstücke anlegten.

Oft sind Steinsetzungen nur daran zu erkennen, dass man bei den Steinansammlungen auch die Kantensteine oder eine Art Steinspitzen findet, die das Grab einst umgaben. Bei einigen Steinsetzungen Schwedens konnte man auch verbrannte Knochen, Scherben von Gefäßen oder einfachen Schmuck finden, was die Bestimmung eines Grabes natürlich erleichterte.


Je nach Gegend und Epoche kann man mehrere Arten von Steinsetzungen unterscheiden, wobei lediglich die runde Steinsetzung mehr oder weniger überall und zu allen Epochen nachgewiesen werden kann. Bei dieser Art von Steinsetzung kann man das Alter oft durch die Wahl der Steine und die Größe der Steinsetzung bestimmen oder einschätzen.

Quadratische Steinsetzungen waren vor allem während der älteren Eisenzeit üblich, wobei es auch hier mehrere Varianten gibt, die nur ein Archäologe unterschieden kann. Die Wikinger, sowohl heidnische als auch christliche, neigten vor allem zu rechteckigen Steinsetzungen in denen man auch oft Gebeine fand. Weitaus seltener und nur lokal sind die Treudd-Steinsetzungen, die wie dreistrahlige Sterne aussehen. Diese Gräber wurden vor allem in Småland und am Mälaren gefunden und kommen aus der Zeit der Vendel und der Wikinger. Eine weitere, relativ häufige Form sind Steinsetzungen in Schiffsform, ohne dass diese jedoch mit Schiffssetzungen verwechselt werden dürfen.

Diese Einteilungen an Steinsetzungen sind natürlich rein wissenschaftlich und nach Häufigkeit der Fundstellen zu sehen, denn man hat auch jede andere nur denkbare Art an Steinsetzungen in Schweden gefunden, die in keinerlei Schema oder System passen.

Copyright: Herbert Kårlin