Visar inlägg med etikett Grab. Visa alla inlägg
Visar inlägg med etikett Grab. Visa alla inlägg

lördag, augusti 11

Atoklimpen, der heilige Berg der Sami in der Geschichte

Atoklimpen, der heilige Berg der Sami dessen Namen nicht genannt werden darf, ist heute Teil eines Naturreservats mit zahlreichen historischen Denkmälern in dem die südlichen Sami ihre Rentiere halten. Der Atoklimpen („Dieser Berg dort“) bekam seinen Ruf vermutlich auf Grund seines merkwürdigen Aussehens, da er eine mehrfach gezackte Krone an seinen höchsten Stellen zeigt und je nach Lichtveränderungen auch seine Farbe ändert.

Wann die Sagenwelt der Sami, die sich dort vermutlich aufhalten seit das Eis der Weichsel-Eiszeit zurückgegangen ist und die erste Vegetation menschliches Leben erlaubte, in die Geschichte übergeht, ist auch nach allen Funden und Ausgrabungen sehr schwer zu sagen und selbst die archäologischen Funde haben noch heute für viele Sami eine andere Bedeutung als für die wissenschaftliche Welt Schwedens.

Nach samischer Tradition ist der Atoklimpen ein heiliger Berg um den unzählige Sagen und Legenden kreisen. Da es sich bei dieser Anhöhe, die gerade einmal 1006 Meter über das Meeresniveau ragt, auch um wichtigen Opferplatz der Sami handelte, das Gestein sehr hart ist und Tiere mit Sicherheit viele Stellen mit historischen Resten zerstörten, geben die Funde relativ wenig Auskunft über das tatsächliche Alter der Gräber und der anderern Funde.

Als Ernst Manker, ein Ethnograph, der vor allem die Geschichte der Sami erforschte, 1950 ein Grab bei Risbäcken. also direkt am Atoklimpen, untersuchte, das 250 Zentimeter lang und 125 Zentimeter breit war, so stellte er fest, dass auf dem Boden des Schiefersarges Rinde lag und der Tote selbst auf einem samischen Schlitten (Ackja) bestattet worden war. Nach samischer Tradition sollte es sich beim Toten um den „Schattenmann“  (Suoivengella) handeln, der in der samischen Denkweise extrem groß und stark war.

Die Untersuchungen der Knochen zeigten dann, dass es sich bei dem Toten um einen Mann handelte, der zwischen 30 und 40 Jahren als war, kräftig gebaut war und 160 Zentimeter groß war. Nach der C14-Analyse war der Tote im 15. Jahrhundert begraben worden.

Als man im Jahre 2001 die Umgebung des Grabes erneut gründlich untersuchte, so fand man eine Axt und ein Messer, die ebenfalls im 15. Jahrhunderte hergestellt worden waren und daher unter Umständen zum „Schattenmann“ gehörten.

Nach samischer Überlieferung lebte Ende des 18. Jahrhunderts der Schamane Anders Jonsson Lorvat in der Nähe des Grabes, eine sagenumwobene Person, die auch als der „Nortman“ bezeichnet wurde und opferte den Göttern des Berges regelmäßig Renfleisch, einen Vogel und einen Fisch, damit die Götter ihm bei der Rentierhaltung, der Jagd und dem Fischfang wohlwollend waren. Aber auch diese Gestalt kann geschichtlich nicht bestätigt werden, sondern lebte und lebt mit den Erzählungen der Sami.

Copyright: Herbert Kårlin

måndag, juni 11

Bautastenar, Menhire, Monolithe und Hinkelsteine in Schweden

Die schwedischen Bautastenar (Bautasteine), die in der Archäologie als „resta stenar“ (aufrechte Steine) bezeichnet werden, haben in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Bezeichnungen und werden, unter anderem, als Menhire, Hinkelsteine oder als Monolithe bezeichnet.

Die Bautastenar kann man in Schweden als die Vorläufer der Runensteine betrachten, wobei die ältesten Funde bis etwa zum Jahre 200 nach Christus zurückreichen, auch wenn ihre Anzahl dann erst während der Völkerwanderung ansteigt und in der Eisenzeit als häufig betrachtet werden kann.

Das Wort Bautasten wird in Snorres Edda erstmals verwendet, kommt vom altisländischen Begriff „bautaðarsteinn“ und wird in Schweden erstmals im Jahre 1664 von Olof Verelius verwendet. Heute wird der Begriff Bautasten von Archäologen abgelehnt, während er in der Geschichte, und natürlich bei Asterix, weiterhin verwendet wird.

Bei einem Bautastein handelt es sich um einen einzelnen aufrechten Stein ohne jede Inschrift, der in einem Bett von kleineren Steinen befestigt war und in der Regel ein Grab markierte, was auch erklärt, warum Menhire in Grabfeldern wie Ekornavallen oder in Greby im Bohuslän am häufigsten auftauchen.

Das Besondere an Bautastenar ist, dass sie als Phallussymbol gedeutet werden, was damit zusammenhängt, dass Menhire nur männliche Gräber kennzeichneten und Frauen aus jener Epoche in Schweden durch eine Grabkugel (Gravklot) markiert waren, der das weibliche Geschlechtsorgan ausdrückte. Auch wenn es sich hierbei nur um eine Theorie handelt, die nicht von allen nordischen Geschichtswissenschaftler geteilt wird, so entbehrt sie jedoch nicht einer gewissen Logik, wenn man die beiden Monumente betrachtet.

Bautasteine findet man nahezu in ganz Schweden und selbst auf Gotland, wobei diese Art der Grabmarkierung als erstes im Halland auftauchten und sich vermutlich von dort aus, im Laufe der nordischen Völkerwanderung, in die anderen Regionen Schwedens verbreitet hat. Da die Menhire in Schweden zwar eine Grabstelle markierten, das Grab jedoch auch eine größere Strecke vom Stein entfernt befinden kann, so weiß man nicht nach welchem Kriterium der Ort für den Bautastein ausgesucht wurde. Möglicherweise sollte er gut sichtbar an einer der alten Straßen aufgestellt werden.

Auch wenn Bautastenar als alleinstehende Monumente gesehen werden, so gehen sie oft auch in Schiffssetzungen (Skeppssättningar), Domarringen (Domarringar) oder auch Treudd Gräbern (Treudd) ein. In diesen Fällen ist ihre Funktion allerdings noch schwerer zu deuten als bei einzelnen Menhiren.

Die tatsächliche Anzahl der Bautastenar in Schweden ist unbekannt, da sie im Laufe der Jahrhunderte umfielen und einzelne in der Natur liegende Steine nicht mehr als altes Monument zu erkennen sind. Gegenwärtig sind jedoch etwas über hundert Menhire offiziell verzeichnet.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, juni 1

Steinkistengräber in der schwedischen Geschichte

Steinkistengräber oder Steinkisten (Hällkistor) tauchen in Schweden Ende des Neolithikum (jüngere Steinzeit) auf und werden vor allem zwischen 2300 vor Christus und 1800 vor Christus verwendet, wobei allerdings einige unter ihnen auch noch in der Folgeepoche, der Bronzezeit, dem Begräbnis dienen.

Steinkisten sind rechteckige Grabkammern mit meist aufrecht stehenden Steinen auf denen eine Steinplatte, die oft mehrere Tonnen wiegt, ruht. Eine Hällkista ist in der Regel zwischen zwei und zehn Meter lang, ein bis zwei Meter breit und bis zu zwei Meter hoch, wobei man feststellte, dass die älteren Steinkisten größer waren und für mehrere Personen gedacht waren, während die späteren Hällkistor oft nur noch zwei Meter lang und einen Meter breit waren, in denen daher auch nur noch eine einzige Person begraben wurde.

Vor allem die älteren Steinkisten hatten an den Schmalseiten einen Eingang mit einem Vorraum, wobei der Innenraum in diesem Fall in zwei oder mehrere kleinere Räume geteilt war, man jedoch relativ wenig über die Bestattungsmethode und die Anzahl der Toten pro Kammer weiß. Über einer Vielzahl an diesen Gräbern wurden Steinhügel oder Erdhügel errichtet, was die Abgrenzung der Hällkistor von anderen Grabsystemen oft etwas schwierig macht.

Obwohl man in Schweden insgesamt rund 2000 Steinkistengräber gefunden hat, sind die Knochenfunde und die Funde an Grabbeigaben relativ gering. Die häufigsten Funde, außer Skelettteilen, sind vor allem Bernsteinperlen, Pfeilspitzen aus Feuerstein, Steindolche und einfacher Schmuck. In einigen wenigen Hällkistor fand man auch Bronzeschmuck, was darauf schließen lässt, dass die Gräber immer wieder verwendet wurden.

Welche Bedeutung diese Grabbeigaben hatten, ist unbekannt, ebenso der Grund, warum der Eingang immer auf der südlichen, schmalen Seite lag und die Gräber mehrheitlich nord-südlich ausgerichtet waren. Ein Rätsel ist auch, warum einige Grabkisten ein rundes oder ovales Loch im Stein besitzen, das zu der oder den Grabkammern führte, eine Bauweise, die um die gleiche Epoche in Nordfrankreich und dem südlichen Teil Belgiens üblich war, aber in Dänemark vollkommen abwesend ist.

Die meisten Hällkistor Schwedens wurden im Småland und in Västergötland gefunden, wobei diese Art von Gräbern allerdings auch im Götaland, Värmland, Närke, Skåne und Halland gefunden wurden. Einzelexemplare können selbst auf Gotland und Öland nachgewiesen werden. Die beiden größten Steinkisten wurden indes in Västergötland gefunden. Die Hällkista an der Södra Härene Kyrka bei Vårgårda ist 14 Meter lang und jene bei Vilske-Kleva nur geringfügig kürzer.

Copyright: Herbert Kårlin